Post-Quanten-Kryptografie: Medizingeräte hinken hinterher
Ausgerechnet die vernetzten Geräte, auf die Krankenhäuser am stärksten angewiesen sind, sind am schlechtesten auf den Umstieg auf quantenresistente Verschlüsselung vorbereitet. Das geht aus einem neuen Forescout-Bericht mit dem Titel Post-Quantum Cryptography (PQC) in Healthcare: From Data Risk to Migration Readiness hervor.
Die Forscher untersuchten mehr als 2,5 Millionen Geräte in über 50 Netzwerken von Gesundheitsdienstleistern (Healthcare Delivery Organizations, HDOs), also von Krankenhäusern, Kliniken und anderen Einrichtungen, die Patienten behandeln. Zudem erfassten sie weltweit die Angriffsbekenntnisse gegen Gesundheitsdienstleister zwischen Januar und August 2026. Darunter waren 461 öffentliche Ransomware-Bekenntnisse und 300 Bekenntnisse von Hacktivisten.
Laut Forescout nutzen Angreifer IT-, IoMT- (Internet of Medical Things), OT- und IoT-Geräte in diesen Umgebungen, um Ransomware einzuschleusen, Zahlungen zu erpressen und gestohlene Patientendaten zu verkaufen.
